17
Nov
07

freiheit90-Lüde-Doppelsprech im Triebtaumel feministischer Ideologien

Auf fluter.de erklärt Frau Psychologin Claudia Quaiser-Pohl in einem Interview, „was in unseren Köpfen wirklich vorgeht“.

portrait.jpgrollentausch-ist-auch-keine-losung.jpgfreiheit90-Lüde-Doppelsprech, Gender-Spezialist und selbsternannter Experte für Maskulin-Heroische-Studien war während des Interviews fiktiv anwesend im Interesse der Wahrnehmung, „was wirklich in unseren Köpfen vorgeht.“

 

Frau Quaiser-Pohl, eine populäre Unterscheidung zwischen Männern und Frauen lautet: Männer sind rational Frauen emotional.

Frau Quaiser-Pohl:

Das ist ein Klischee. In der Entwicklungspsychologie geht man davon aus, dass es eine Eigenschaft des Temperaments ist, ob jemand stark emotional reagiert. Und Temperamentsmerkmale sind angeboren. Der eine ist eher ein cooler Typ, den so schnell nichts aus der Reserve lockt, der andere kann von einer Sekunde auf die andere sehr schnell emotional reagieren. Ganz egal,ob man nun eine Frau oder ein Mann ist. Es ist ja wirklich nicht so, dass Männer keine Emotionen haben. Gehen Sie mal in ein Fußballstadion: Da können Männer sehr wohl jubeln und heulen.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech meint:

Keine Frage! Natürlich können Männer auch außerhalb von Fußballstadien weinen. Unabhängig von Temperaments- und Temperaturunterschieden darf und kann ein Mann weinen, „wenn das Herz tanzt“ oder „wenn es ihm das Herz zerreißt“. Ein schönes Beispiel, wie sich ein männlicher Geschlechtsgenosse mit der Thematik auseinandersetzt zeigt sehr schön folgendes Liedchen.

Aber Frauen weinen mehr und schneller als Männer?

Frau Quaiser-Pohl:

Emotionales Verhalten wird bei Frauen stärker toleriert, deshalb sind sie aber nicht häufiger traurig. Aber wer wann Emotionen zeigt, das unterliegt gesellschaftlichen Regeln. Jungen lernen aufgrund gesellschaftlich vermittelter Rollenverhältnisse, dass sie nicht weinen dürfen, wenn sie sich wehgetan haben. Wenn aber Mädchen sofort weinen, wenn sie sich stoßen zum Beispiel, ist das völlig in Ordnung. Emotional zu reagieren hat bei Frauen auch oft eine Funktion. Sie haben nämlich gelernt, dass sie mit Heulen etwas erreichen: Die Männer werden dann weich.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech meint:

Kurz und schmerzlos: Ein Indianer kennt keinen Schmerz nach traditionell heroischem Verständnis. Eine Indianerin hingegen hat sich den Prämissen feministischer Geschlechterpolitik anzupassen, die für Frau nur die Opferrolle kennt. Der gesellschaftliche Kodex lautet: Frauen sind benachteiligt und Opfer männlicher Herrschaftsstrukturen. Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen, der von der WHO veranstaltet wird, bestätigt dass Heulen auf Opferniveau, national wie international, hilfreich ist um Interessen durchzusetzen.

Es ist neurowissenschaftlich bewiesen, dass Gehirne von Frauen besser vernetzt sind.

Frau Quaiser-Pohl:

Ein Gehirn ist bei der Geburt nicht genauso zusammengesetzt wie im Alter von 60 Jahren, man nennt das die Plastizität des Gehirnes. Neurowissenschaftliche Untersuchungen setzen dann ein, wenn die Umwelt schon Einfluss auf das Gehirn genommen hat. Es gibt zwar vor der Geburt hormonelle Einflüsse, durch die weibliche Organismen leichter auf verbale Stimulation ansprechen. Aber schon gleich nach der Geburt wird mit Mädchen viel gesprochen und mit Jungen wird körperlicher umgegangen. Die Eltern geben ihr erlerntes Rollenverhalten weiter. Das führt dazu, dass sich in weiblichen Gehirnen bessere verbale Fähigkeiten bilden, die man an der größeren Vernetzung des Gehirnes erkennt.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Es ist neurowissenschaftlich bewiesen, dass Frauen nicht einparken können! Die Pressemeldungen lauten immer in etwa so: Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden,...(bitte gewünschte Argumente einsetzen)..., dass......

Bemerkenswert bleibt immerhin die Tatsache, dass noch der Einfluss der Hormone auf die menschliche Geschlechtsentwicklung anerkannt wird, hingegen der Anteil der Hormone beim Rollenverhalten von Männchen und Weibchen nach der Denkart feministischer Pädagogen zu urteilen nur eine untergeordnete Rolle spielen darf, denn sonst würde die dominierende "Gender-Mainstreaming"-These vom Primat der erlernten und erfundenen Rollen von Mann und Frau als soziales Konstrukt in Gefahr geraten aufzuweichen zugunsten einer natürlichen und ganzheitlichen Anschauung von Mann und Frau, in der der Mann als Vater und die Frau als Mutter biologisch ausgelegt ist und dementsprechend die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen determiniert. Aber wir wissen ja, das sind alte überholte Sichtweisen, die so gar nicht mehr der propagierten Realität von rational dekonstruierten bzw. konstruierten Wahrheiten entsprechen, die Geschlechterunterschiede und mit einhergehende Rollenmuster als erfundene soziale und kulturelle Konstrukte wahrnehmen wollen, nicht wahr?

Seit wann spricht man von der Ungleichheit von Mann und Frau?

Frau Quaiser-Pohl:

Es gab schon immer Bücher über den Schwachsinn des Weibes und damit eine Grundlage dafür, dass in der Gesellschaft schon früh von der Ungleichheit von Mann und Frau gesprochen wurde. Schon weit vor dem 17. Jahrhundert.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Verstehe, die Ungleichheit in der Behandlung von Mann und Frau gründet auf Bücher (natürlich männlicher Autoren).

Und Otto Weiningers Lektüre "Gechlecht und Charakter" ist zwar fies, besitzt aber wohl im Vergleich zur vielfältigen aktuellen männerfeindlichen Literatur noch einen Rest intellektueller Ansprache.

Man muss nicht täglich auf der Autobahn fahren um Geisterfahrer zu erkennen. Warum zieht Frau Pohl-Quaiser keine Rückschlüsse auf die historischen Lebensverhältnisse der Menschen, die eine Ungleichbehandlung von Frau und Mann aufgrund ihrer biologischen Ungleichheit bedingte, die ihrer Unterschiedenheit gerecht wurde? Werden vielleicht nur aus dem modernen Blickwinkel konformer und bequemer ideologischer Einfachwahrheiten historische Fakten verleugnet um egozentrische Spiegelfechtereien fortführen zu können, die im Nebenschluss aber auch den nivellierten Zustand "moderner", von Ideologien belasteten Geisteswissenschaften reflektiert.

Wie steht es mit der tatsächlichen Ungleichheit von Mann und Frau? Bis heute bindet ein Kind die Kräfte der Mutter bei der Schwangerschaft und Erziehung für einen längeren Zeitraum. Die Frau gebärt und sorgt für den hilflosen Nachwuchs, während der Mann sich um den Lebensunterhalt der Familie kümmern muss. Das war in der Vergangenheit die Wirklichkeit. In der Vergangenheit war ohne die modernen zivilisatorischen Errungenschaften der Industriegesellschaft (Kindergarten, Waschmaschine, Spülmaschine, laufendes kaltes und warmes Wasser, usw.) zweckmäßig eine Ungleichbehandlung von Mann und Frau vorhanden, die mit Sicherheit nicht auf die Unterstellung von Schwachsinn seitens (männlicher?) Buch-Autoren gründet. Und mit Sicherheit schielen heute schon fortschrittliche Geister auf den technischen Fortschritt, der in Zukunft das letzte biologische Manko der Schwangerschaft einebnen kann, wie es mittlerweile schon für die Frau unerheblich bei der Fortpflanzung sein kann, wer der biologische Vater ist, weil die Befruchtung aus dem Reagenzglas eine Vereinigung von Mann und Frau nicht mehr einfordert.

Wie kam es dazu?

Frau Quaiser-Pohl:

Sicher nicht, um die körperlich schwache Frau zu schützen. Eigentlich sind Frauen stärker als Männer. Männer haben durch das verkümmerte Y-Chromosom weniger genetische Informationen, sie sind häufiger von Krankheiten betroffen, und Missbildungen vor der Geburt findet man auch öfter bei männlichen Föten. Meiner Meinung nach wurde von Anfang an die Schwäche der Männer kompensiert, indem Frauen Schwächen zugeordnet wurden.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech: Schön vor dem Spiegel gefochten, Frau Fempsych! Das alte Lied kennt man ja schon:

"Der Mann ist eine biologische Katastrophe: das (männliche) y-Gen ist ein unvollständiges (weibliches) x-Gen, das heißt, es hat eine unvollständige Chromosomenstruktur. Mit anderen Worten, der Mann ist eine unvollständige Frau, eine wandelnde Fehlgeburt, die schon im Genstadium verkümmert ist. Mann sein heißt, kaputt sein; Männlichkeit ist eine Mangelkrankheit, und Männer sind seelische Krüppel. [S.C.U.M. Manifesto", Valerie Solanas 1967]"

Die vermeintliche Schwäche des Mannes, die er kompensieren will, ist auch eine weitere bekannte Lesart feminsitischer Geistesgrößen:

"Die normale Methode der Männer, die Tatsache, dass sie keine Frau sind, zu kompensieren - besonders das Abschießen der "großen Kanone" - ist sehr unzulänglich, denn sie kommen ja recht selten zum Schuss; also versuchen sie es in ganz großem Stil und beweisen der ganzen Welt, dass sie "Männer" sind. [S.C.U.M. Manifesto", Valerie Solanas 1967]"

Deshalb hat also die Menscheit den Drang die Grenzen zu überwinden und zu erweitern, deshalb der Drang fremde Länder zu entdecken, in der Erde nach Rohstoffen zu graben, die Kultur und Technik weiter zu entwickeln und Kriege zu führen. Weil das Abschießen der "großen Kanone" einfach nur unzulänglich ist, klar? Und weil der Mann es der Frau beweisen muss, klar?

Ist ja auch alles ganz einfach, erst unterstellen männliche Autoren den Frauen Schwachsinn um ihre Schwächen zu kompensieren, dann unterstellen Frauen Männern genetischen Schwachsinn um ihre Schwächen zu kompensieren. Na, da ist wohl die Lektüre von Otto Weininger emotional noch nicht aufgearbeitet worden?

Oder ist die Welt zu komplex, ähnlich der Kombination von Y- und X-Chromosom im Vergleich zur Kombination X- und X-Chromosom, die den Wunsch nach einfachen Weltbildern klärt?

Dann ist das angeblich schlechtere räumliche Vorstellungsvermögen der Frauen auch ein Klischee?

Frau Quaiser-Pohl:

Frauen haben im Durchschnitt genauso viele Fähigkeiten, die man beim räumlichen Denken braucht, wie Männer. Nehmen wir zum Beispiel das Problem mit dem Einparken. Frauen parken schlechter ein, wenn sie dabei beobachtet werden. Und zwar nur deshalb, weil beim Einparken eine Schwäche von ihnen erwartet wird. Ein Mann kann vielleicht gar nicht so toll parken, aber weil er sich sicher fühlt und stolz ist auf seine Einparkfähigkeiten, wird es ihm gelingen, fehlerfrei zu parken. Ausschlaggebend ist also mehr die Einstellung zur Stärke und Schwäche als die tatsächlichen Stärken und Schwächen. Untersuchungen haben gezeigt: Transsexuelle Männer, die sich zu Frauen haben operieren lassen, konnten nach der Operation schlechter räumlich denken. Weil es von ihnen als Frau erwartet wurde, schlechter räumlich zu denken.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Nun also wieder die geläufige Erklärung, die besagt, dass die Gesellschaft erwartet, dass Frauen schlechter räumlich denken. Alles nur erfundene soziale und kulturelle Muster, gell? Dass umoperierte Transsexuelle sich oft einer Hormontherapie unterziehen um Frau oder Mann zu werden, kann natürlich keine Rolle spielen, wenn sie sich dementsprechend geschlechtsspezifisch verhalten, weil sie nur soziale Rollen nachahmen wollen.

Wer hat damit angefangen, den Frauen zu erzählen, dass sie nicht so gut parken können?

Frau Quaiser-Pohl:

Es liegt wohl daran, dass dort, wo räumliche Vorstellung verlangt wird – in technischen Berufen oder in der Mathematik – , Frauen schon immer weniger vertreten waren. Man hat also nicht den Grund gesucht, warum es weniger Mathematikerinnen gibt, sondern hat einfach geschlossen: Es gibt wenige Frauen in technischen Berufen, also haben Frauen ein schlechteres räumliches Vorstellungsvermögen. Dass die Frauen, statt an Hochschulen technische Fächer zu studieren, daheim auf die Kinder aufgepasst haben, hat niemand berücksichtigt. Aber das ist auch ein Grund, warum den Frauen bessere verbale Fähigkeiten zugeordnet wurden.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Aha! Die Kindererziehung ist schuld daran, dass Frauen nicht studieren. Also, was folgt im Rückschluss: Mütter sind rückständige Heimchen und kinderlose Akademikerinnen haben ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen. So in etwa, wenn man das gleiche Grobraster anlegen will. Bedarf es noch weitere Erklärungen? Vielleicht doch diese?

"Die Reduktion der Frauen zu Tieren im rückständigsten Sektor der Gesellschaft - der "priviligierten", "gebildeten" Mittelklasse, dieser Hinterprovinz der Humanität, wo Daddy unangefochten regiert - ist so gründlich, dass die Frauen sich nach der Tretmühle der Arbeit drängen und heute, in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, im fortgeschrittensten Land der Erde, mit am Busen fettwerdenden Babies herumlungern. Aber trotzdem geschieht es nicht zum Wohl der Kinder, wie "Experten" den Frauen weismachen wollen, wenn Mama zu Hause bleiben und im Bereich des Animalischen herumkriechen muss, sondern es ist Daddys Vorteil. Ihr Busen gehört ihm, damit er sich festhalten kann; die häusliche Tretmühle ist für ihn, damit er sich "groovy" (blendend) fühlen kann. [S.C.U.M. Manifesto", Valerie Solanas 1967]"

Können Sie das genauer erklären?

Frau Quaiser-Pohl:

Frauen sprechen häufiger und besser, weil sie ja mit der Pflege und Erziehung der Kinder zu tun haben, da hilft Kommunikation ungemein. Und weil sie viel mehr soziale Kontakte pflegen müssen. Deshalb ist die Begründung ganz einfach: Übung macht den Meister.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Weil die Frau mehr Kontakte als der Mann pflegt, deshalb kommuniziert sie auch besser! Das kennt man/frau doch schon in feministischer Lesart treffender formuliert:

"Der Mann ist völlig egozentrisch, in sich selbst eingekerkert und unfähig, sich in andere hineinzuversetzen oder sich mit ihnen zu identifizieren, unfähig zu Liebe, Freundschaft, Zuneigung oder Zärtlichkeit. Er ist ein vollkommen isoliertes Einzelwesen, unfähig zu irgendwelchen Beziehungen mit anderen. Seine Reaktionen kommen aus den Eingeweiden, nicht aus dem Gehirn; seine Intelligenz ist lediglich Werkzeug seiner Triebe und Bedürfnisse; er ist unfähig zu geistiger Leidenschaft, geistigem Kontakt. Für ihn gibt es nichts außer seinen eigenen physischen Sensationen. Er ist ein halbtoter, reaktionsloser Klotz, unfähig, Freude und Glück zu geben oder zu empfangen; so ist er bestenfalls ein altes Ekel, ein harmloser Tropf; denn Charme hat nur, wer auf andere einzugehen vermag. [S.C.U.M. Manifesto", Valerie Solanas 1967]"

Dann sind Männer doch Denker und Frauen Quasselstrippen?

Frau Quaiser-Pohl:

In der Aussage ist das nicht falsch. Man muss nur beachten, wie es dazu gekommen ist, weil von den Frauen eine Kommunikationsfähigkeit erwartet wird und von Männern das Denken. Ich muss nicht erwähnen, dass es sehr viele brillante Mathematikerinnen gibt, die im stillen Kämmerlein sitzen und nicht viel sprechen.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Aha!

Es gibt auch diese These: Männer gingen auf die Jagd, weil sie kräftiger waren. Und so wurden Rollenverteilungen über die Jahrhunderte weitergegeben.

Frau Quaiser-Pohl:

Das ist inzwischen in der Wissenschaft sehr stark hinterfragt. Es gab auch Frauen, die körperlich in der Lage waren zu jagen. Ich wehre mich dagegen, die Ungleichheit durch die Evolution zu begründen.Wir können uns in diese Zeit gar nicht zurückversetzen, und es gibt kaum Dokumente: So kann man schön spekulieren, was da in der Steinzeit alles an Schwächen und Stärken gewesen ist und sich bis heute auswirkt.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Jawohl, die Biologie und die Evolution und die kulturelle Entwicklung halten wir mal schön raus aus dem feministischen Diskurs. Ist doch alles nur Spekulation, nicht wahr?

Es gibt viele Berufe, die überwiegend von Männern oder von Frauen ausgeführt werden. Warum gibt es immer noch kaum Kindergärtner?

Frau Quaiser-Pohl:

Das hat wieder mit gesellschaftlichen Erwartungen zu tun. Frauen wird eher die Fürsorge und der Umgang mit kleinen Kindern zugeschrieben. Das heißt aber nicht, dass Männer sich schlechter um Kinder kümmern als Frauen.Weil es aber bisher immer so war, dass der Beruf des Mannes auch ein gesellschaftliches Ansehen haben und den Unterhalt der Familie sichern sollte, gab es keine Kindergärtner: Als Erzieher bekommt man zu wenig Ansehen und zu wenig Geld. Oder: Inzwischen gibt es, anders als früher, kaum noch Grundschullehrer. Weil man zu wenig verdient und das Ansehen dieses Berufes gesunken ist.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Warum gibt es keine Cowgirls und Straßenbauarbeiterinnen? Tja, wahrscheinlich auch nur weil man zu wenig verdient und zu wenig Ansehen erreicht.

Wie unterscheiden sich das Geschlechterverhalten und Klischees in anderen Kulturen?

Frau Quaiser-Pohl:

Auf der koreanischen Insel Chejudo ziehen die Männer die Kinder groß. Die Frauen sind den ganzen Tag unterwegs, um nach Perlen zu tauchen. Da sie zierlicher sind als die Männer, können sie das viel besser. So hat sich über die Jahrhunderte herausgestellt, dass es sinnvoller ist, wenn Frauen den Lebensunterhalt verdienen. Und natürlich werden die Kinder nicht schlechter oder besser von ihren Vätern erzogen als woanders von Müttern.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Genau, während die Frauen auf der Insel Chejudo dabei sind das Rad zu erfinden, dürfen die Männer Kinder erziehen. Eine vorbildhafte Rollenverteilung für das Abendland, das sollten wir übernehmen im innovativen Interesse kreativer Rollenverhältnisse! Was machen die Homosexuellen eigentlich auf der Insel? Perlentauchen?

Gibt es auch Unterschiede innerhalb Europas?

Frau Quaiser-Pohl:

Die Kinderbetreuung ist zum Beispiel in Frankreich und Skandinavien besser geregelt als in Deutschland. Deshalb haben Frauen dort auch die Möglichkeit, weiterhin zu arbeiten, auch wenn sie Kinder haben. Die Folge ist, dass sich Frauen auch in Berufen durchsetzten, die eigentlich als männlich galten.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Und wo bleibt die Nennung der angeblich vorbildhaften Kinderkrippen in der sozialistischen DDR-Diktatur?

Unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland?

Frau Quaiser-Pohl:

Ja. Weil die Gleichstellung von Mann und Frau ein politisches Ziel war, gab es in der DDR eine Gleichberechtigung im Beruf. Es gab mehr Frauen in wichtigen Positionen als in Westdeutschland, weil die Kinderbetreuung besser organisiert war. Die Kehrseite darf man aber nicht vergessen: Die Frauen konnten sich nicht entscheiden, sie mussten arbeiten. Frauen, die in der DDR aufgewachsen sind, gehen daher selbstverständlicher mit Macht und leitenden Positionen um. Eine Frau im Kanzleramt ist sicher eine Auswirkung davon.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Da ist sie ja, die gute alte Tante DDR! Schöner Gedankengang, zeigt er doch, wie vorbildlich Kinderbetreuung in der kommunistischen Diktatur Frauen bis zum Bundeskanzleramt führen kann! Einer Mutter aus dem Westen, die sich daheim traditionell um die Kinder kümmert bleibt der Weg bis ins Bundeskanzleramt demnach verschlossen. Sicher solange, bis das Gegenteil bewiesen ist, bleibt die Grobargumentation gültig.

Wann ist es sinnvoll, die Ungleichheit zu akzeptieren?

Frau Quaiser-Pohl:

Es muss eine Rollenaufteilung geben, in jeder Partnerschaft und auch in der Gesellschaft. Es ist nur die Frage, ob man als Begründung für eine Aufteilung immer das Geschlecht heranziehen muss. Untersuchungen von Paarbeziehungen zeigen, unabhängig vom Geschlecht, ganz klar: Gleich und Gleich gesellt sich nicht gern. Man sollte sich gegenseitig ergänzen. Aber jeder sollte die gleichen Chancen haben, sich und seine Fähigkeiten zu entwickeln.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Nun, in Zukunft wird man im fortschrittlichen Sinn eine Rollenaufteilung nach kulturellen und sozialen Konstruktionen heranziehen, weil die Gesellschaft erkannt hat, dass herkömmliche traditionelle Rollenverteilungen die Menscheit nicht voranschreiten lasssen können wie die Vergangenheit bewiesen hat, nicht wahr?

Also ist es nicht in allen Situationen sinnvoll, wenn sich die Geschlechter immer mehr angleichen?

Frau Quaiser-Pohl:

Es hilft niemandem, wenn jeder versucht, alles zu können und alles zu machen.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Jetzt noch nicht, aber wir sind ein schönes Stück weiter auf dem Weg zum neuen Menschen, dem Übermenschen!

Was ist das Gefährlichste an der gelernten Ungleichheit von Mann und Frau?

Frau Quaiser-Pohl:

Es ist zwar schwierig, aber man sollte sich mehr bemühen, genau hinzuschauen, und die Individualität des Einzelnen in den Vordergrund stellen. Allein mit dem Geschlecht Stärken und Schwächen zu begründen, damit sollte man einfach aufhören.

freiheit90-Lüde-Doppelsprech:

Genau: Lasst uns den neuen Menschen nach rationalen Kriterien konstruieren, verleugnen wir unsere geschlechtliche Identität als Mann und Frau als Gefängnis traditioneller Klischees biologistischer Herrschaftsstrukturen und vormoderner Rollenverhältnisse. Ob Mann oder Frau, wer weiß es schon genau? Dekonstruieren wir uns doch einfach, wenn ES uns nicht passt!

Nachbemerkung: Da freiheit90-Lüde-Doppelsprech unschwer bei Ansicht des Fotos von Frau Quaiser-Pohl den Einfluss der Hormone leugnen kann, bekommt Frau Quaiser-Pohl (ist sie Quaiser oder Pohl, oder das schöne Ergebnis der Beiden?) einen lieben Video-Gruß in die verstaubte Gender-Mainstreaming-Pädagogen-Zelle gehaucht, mit der Bitte um Anerkennung des Anteils hormoneller Triebsteuerung in freiheit90-Lüde-Doppelsprechs sozialen Rolle als Mann bei der fiktiven Teilnahme am Interview.

 

Lesebefehle zur Information über moderne rationale totalitäre Menschenformungskonzepte:

S.C.U.M. Manifesto", Valerie Solanas 1967 (EMMA)

Die Gender-Mainstreaming-Strategie (Cicero - Bettina Röhl)

Gender-Mainstreaming: Geschlechterpolitik für Frauen UND Männer? (MANNDAT - Dr. Bruno Köhler)

Politische Geschlechtsumwandlung (FAZ - Volker Zastrow)

Der neue Mensch (Spiegel - Rene Pfister)

Ich Mann, Du Frau (Stern)

Ein weiterer Skandal in der Sozialpädagogik? (Universität Bremen - Institut für Geschlechter und Generationenforschung - Prof. Dr. Gerhard Amendt) PDF

Die Gender-Agenda Teil 1 ( Eine Zusammenfassung aus dem Buch „The Gender Agenda“ von Dale O’Leary)

Die Gender-Agenda Teil 2 ( Eine Zusammenfassung aus dem Buch „The Gender Agenda“ von Dale O’Leary)

Mythen und Fakten (MANNDAT)

Gender Mainstreaming - Was das kostet! (MANNDAT - Dr. Bruno Köhler)


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