Im Interview mit WELT ONLINE spricht die Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann über christliche Naivität, radikale Muslime und deutsche Konvertiten.
WELT ONLINE: Im Koordinierungsrat ist aber auch die Ditib vertreten, der deutsche Arm der türkischen Religionsbehörde, die man eigentlich nicht als islamistisch einordnen kann.
Spuler-Stegemann: Sie hat als einzige der vier im Rat vertretenen Gruppierungen ein Vetorecht; das war der Preis für das Mitwirken. Aber die spannende Frage ist nicht nur, wohin der Rat tendiert, sondern wohin der türkische Staat tendiert. Es gibt schon gewisse Annäherungen der Ditib an die vom Verfassungsschutz beobachtete Vereinigung Milli Görush. Das muss uns besorgt machen. Dass sich die Ditib mit drei problematischen Verbänden zusammengetan hat – Zentralrat der Muslime, Islamrat, Verband der islamischen Kulturzentren–, das kann nicht ohne inhaltliche Annäherung abgegangen sein. Das macht mir Bauchschmerzen.
Anti-islamistischer Lesebefehl: welt.de – Deutsche Konvertiten glauben zu 150 Prozent
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